Elektro-Sensibilität − News

Alte Lügen in neuer Verpackung

Neue Guidelines der ICNIRP

Nachdem die Guidelines zum Thema Elektromagnetische Felder von 1998 der ICNIRP inzwischen in die Jahre gekommen sind, hat man dort beschlossen, diese den inzwischen geänderten Rahmenbedingungen anzupassen.

Da sich in den letzten Jahren da Einiges an technischer Entwicklung getan hat, will man dem Rechnung tragen und die neuen  Dienste, Nutzung von WLAN & Co, wie auch die neuen Frequenzen, gerade auch in Hinblick auf 5G berücksichtigen.

"Wir wissen, dass Teile der Gemeinschaft über die Sicherheit von 5G besorgt sind, und wir hoffen, dass die aktualisierten Richtlinien dazu beitragen werden, die Menschen zu beruhigen"

Wer nun glaubt, die biologischen Effekte der Strahlenbelastung sollen nun berücksichtigt werden, der wird bitter enttäuscht werden.

Statt wie bisher Grenzwerte für einzelne Dienste auszuweisen, werden Grenzwertempfehlungen für eine Gesamtbelastung über das momentan und in Zukunft genutzte Spektrum gegeben.

https://www.icnirp.org/en/differences.html

https://www.icnirp.org/en/activities/news/news-article/rf-guidelines-2020-published.html

 

Hierzu ein Rechenbeispiel:

Bisherige Grenzwerte:

  4,5 W/m²    Deutscher Grenzwert für D-Netz, LTE 800
  9,0 W/m²    Deutscher Grenzwert für E-Netz, LTE 1800
10,0 W/m²    Deutscher Grenzwert für UMTS, LTE 2600

23,5 W/m²   rechnerische Gesamtbelastung Mobilfunk - ohne WLAN & Co & ohne LTE
47,0 W/m²   rechnerische Gesamtbelastung Mobilfunk - ohne WLAN & Co & mit LTE

 

Neue Grenzwerte für das gesamte Spektrum von 100 KHz – 300 GHz:

20 W/m² (Privatanwender)  bis 200 W/m² für gewerbliche Bereiche, Gesundheitseffekte seien angeblich erst ab 200W/m² - 400 W/m² nachzuweisen...

Selbst wenn man bisher nicht erfasste Belastung für private Funkdienste wie WLAN, DECT usw., sowie andere, bisher nicht erfasste EMF- Belastungen berücksichtigt, bekommen wir im gewerblichen Bereich die Erlaubnis für deutlich höhere Belastungen! Dafür sind die Belastungen, die maximal im privaten Bereich erlaubt sind, etwas niedriger.

Das Ganze täuscht aber darüber hinweg, das diese Werte auch wieder nur die thermische Wirkung berücksichtigen und biologische Wirkungen weiterhin hartnäckig von der ICNIRP geleugnet werden.



Das sagt die Baubiologie:

Zum Vergleich die Werte, die nach dem Standard der baubiologischen Messtechnik (SBM 2015) als verträglich, bzw. ab wann unverträglich angesehen werden:

 

Unauffällig

schwach auffällig

stark auffällig

extrem auffällig

0,1 µW/m²

0,1 – 10 µW/m²

10 – 1000 µW/m²

> 1000 µW/m²

 

Unauffällig                kann mit gutem Gewissen auch in Schlaf und Ruheräumen toleriert werden!

schwach auffällig     In Schlaf und Ruheräumen empfehlen sich hier erste Sanierungsmaßnahmen, in Arbeitsräumen kann dies noch toleriert werden

stark auffällig            Hier sollten Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden“

extrem auffällig        Meiden! Sonst unbedingt Sanierungsmaßnahmen durchführen!

 

http://www.sbm-standard.de/ 

 

Zum besseren Verständnis der Maßeinheiten:

Die Baubiologie misst in µW/m², die ICNIRP hingegen in W/m²

1 W/m² = 1.000.000 µW/m² - daraus folgt:

Bei den Grenzwerte nach ICNIRP, die das 10.000fache - 100.000fache der baubiologischen Empfehlungen betragen, kann man nach wie vor nur noch fliehen – aber wohin?

...Bekanntermaßen schließt dieser Verein für jegliche Folgen oder Auswirkungen des Befolgens oder Nicht-Befolgens seiner Vorschläge vorsorglich jegliche Haftung aus!!!

 

... Die Kompetenz der für den Strahlenschutz zuständigen Behörden ist in Sachen Mobilfunk so gut wie die Kompetenz der katholischen Kirche in Sachen Astronomie im 16. Jahrhundert ...

 

18.06.2021

diagnose:funk Webinar Nr. 6:
Wie argumentieren das Bundesamt für Strahlenschutz und die ICNIRP?

Analyse der Rolle der ICNIRP in der internationalen Strahlenschutzpolitik

 

Artikel auf elektro-sensibel:

Der Filz und die Grenzwerte

Ehemaliges ICNIRP-Mitglied fordert Revision der Grenzwerte

Denn sie wissen, was sie tun

Internationale Wissenschaftler entlarven Professor Röösli

Es wird eng für die "offizielle" Wissenschaft 

 

Weitere Quellen:

https://euradcom.eu/ecnrr/

Studie von Michèle Rivasi & Klaus Buchner:
Die Internationale Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung: Interessenkonflikte, „Corporate Capture“ & der Vorstoß zum Ausbau des 5G-Netzes

https://kompetenzinitiative.com/broschueren/die-internationale-kommission-zum-schutz-vor-nicht-ionisierender-strahlung-interessenkonflikte-corporate-capture-der-vorstoss-zum-ausbau-des-5g-netzes/ 

 

 


Weiterführende Links, Dokumente und Quellennachweise:

www.ssk.de/DE/UeberSSK/Zusammensetzung/MitgliederderAusschuesse/A6_Nichtionisierende_Strahlen_Mitglieder/nichtionisierendestrahlen_mitglieder.html?nn=2031524

www.icnirp.org/cms/upload/publications/ICNIRPrfgdl2020.pdf

klaus-buchner.eu/die-internationale-kommission-zum-schutz-vor-nichtionisierender-strahlung-interessenkonflikte-corporate-capture-und-der-vorstoss-zum-ausbau-des-5g-

Eingestellt: 21.03.2020, 19:52
zuletzt geändert: 10.09.2021, 19:06

Drucken

Kommentare zu diesem Artikel

Kommentare geben die Meinung des jeweiligen Verfassers wieder, dies entspricht nicht unbedingt der Meinung der Betreiber dieser Webseite


von: Jan

vom: 26.03.2020, 13:23

Er ist schlimmer als befürchtet: Trotz der Verbesserungsvorschläge von Hunderten von Befragten in der zweijährigen Vorbereitungsphase weigert sich die ICNIRP, jedes Gesundheitsrisiko der nicht-thermischen Wirkungen von EMF im gesamten Spektrum zu berücksichtigen. „Solche Auswirkungen gibt es nicht", aber wir wissen es besser. Ihre beängstigende Ansicht ist, dass die angebliche Toleranz des Körpers umso höher ist, je höher die 5G-EMF-Frequenzen sind. Was die Auswirkungen auf die Haut betrifft: Die ICNIRP hat die Haut in die Kategorie "Extremitäten" "verschoben", genau wie die Hornhaut und andere oberflächliche Strukturen. Der Grund dafür ist, dass es einen besseren Wärmeaustausch mit der kühleren Umgebung gibt, so dass die Energieabsorption möglicherweise größer ist, bevor die kritischen +5 C° erreicht werden. Dies ist ein "Geistesblitz", um eine höhere Energieübertragung für die kommenden 26-GHz-Antennen zu ermöglichen. Wir alle wissen, wie wertvoll die biologische Zusammensetzung der menschlichen Haut ist und wie viele Gewebekomponenten durch die nicht-thermischen Auswirkungen solcher Millimeterwellen beeinträchtigt werden können. Anders als die Erwärmung des Gewebes durch Sonneneinstrahlung ist es die biologische Störung makromolekularer Prozesse einschließlich der Gen(de)regulierung, die eine Schädigung der Zellintegrität und komplexe hormonelle, immunologische und nervöse Wechselwirkungen verursachen kann, die der Homöostase von Haut und Körper dienen.

Der derzeitige Vorsitzende der ICNIRP ist mein Landsmann Dr. Eric van Rongen. Er wird nach dem Sommer von Rodney Croft (Australien) abgelöst werden. Es gibt keinerlei Zusicherung, dass die ICNIRP nach diesem Schritt ein freundlicheres Gesicht zeigen wird.“


Viele Grüße,


Jan



von: Jan Altnickel

vom: 24.05.2020, 08:23


Hallo zusammen,

hier eine kurze Einschätzung des niederländischen Biologen Hugo Schooneveld (ehem. Direktor der EHS Foundation) zu den neuen ICNIRP-Richtlinien:

„Die ICNIRP-Richtlinien zur Begrenzung der Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern (100 kHz - 300 GHz) (40 Seiten, einschließlich 2 Anhänge) finden sich unter: https://www.icnirp.org/cms/upload/publications/ICNIRPrfgdl2020.pdf. Der Text soll in Health Physics veröffentlicht werden.

Er ist schlimmer als befürchtet: Trotz der Verbesserungsvorschläge von Hunderten von Befragten in der zweijährigen Vorbereitungsphase weigert sich die ICNIRP, jedes Gesundheitsrisiko der nicht-thermischen Wirkungen von EMF im gesamten Spektrum zu berücksichtigen. „Solche Auswirkungen gibt es nicht", aber wir wissen es besser. Ihre beängstigende Ansicht ist, dass die angebliche Toleranz des Körpers umso höher ist, je höher die 5G-EMF-Frequenzen sind. Was die Auswirkungen auf die Haut betrifft: Die ICNIRP hat die Haut in die Kategorie "Extremitäten" "verschoben", genau wie die Hornhaut und andere oberflächliche Strukturen. Der Grund dafür ist, dass es einen besseren Wärmeaustausch mit der kühleren Umgebung gibt, so dass die Energieabsorption möglicherweise größer ist, bevor die kritischen 5 C


Drucken

Kommentar verfassen

Da es mit der automatischen Kommentarfunktion nie so richtig geklappt hat, wurde diese entfernt. Schicken Sie doch bitte Ihren Kommentar einfach per Email - er wird dann hier eingetragen!


Selbstverständlich werden Ihre persönlichen Daten streng vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben! - Lesen Sie hierzu auch unsere Datenschutzerklärung

elektro-sensibel unterstützen

Wie überall: Die Ressourcen sind knapp und man muss sich nach der Decke strecken und zusehen, wie mann trotz der coronabedingten Ausfälle alle finanziellen Belastungen stemmen kann. Da ist man immer froh um Unterstützung. Wenn Ihnen dieser Artikel zusagt, würden wir uns über eine Spende, egal wie groß oder wie klein, sehr freuen!


Bankverbindung:
Hypo Vereinsbank | Georg Vor
IBAN: DE65 7332 1177 2490 1816 63
BIC: HYVEDEMM567


zurück zur Auswahl


Alle Artikel anzeigen